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Düngung von Fuchsien

1) Blatt- und Triebwachstum – das ist die Zeit vom zeitlichen Frühjahr bis zum Blühbeginn
a) die Pflanzen stehen im hellen Überwinterungsraum (Glashaus), sie werden sobald es aus Platzgründen möglich ist umgetopft. In fertigen Erden ist ein Vorratsdünger vorhanden; für Fuchsien eignet sich STENDER Topfsubstrat grober Struktur C 700 mit Cocopor, Blumenschmuckerde Stmk. oder spezielle Gärtnererden. Mischen wir Erden selbst, kommen ebenfalls Dünger dazu. Wir mischen selbst: 3 Kübel Komposterde, 2 Kübel Weißtorf, etwas scharfen Sand, ca. 70 dag Edasil (Bodenaufbaumittel), 1/3 Joghurtbecher Hornspäne, 1/3 Joghurtbecher Osmocote, 1 Joghurtbecher Urgesteinsmehl. Nach dem Umtopfen haben die Pflanzen 4 – 6 Wochen keine Düngung nötig.
b) die Pflanzen kommen aus dunklen Überwinterungsräumen – sie sind schon im Herbst kräftig zurück geschnitten worden. Jetzt werden nur mehr die Geiltriebe auf 1 – 2 cm Länge zurück geschnitten, event. ein noch notwendiger Formschnitt durchgeführt. Sobald sichtbares Wachstum und Wurzelneubildung einsetzt wird umgetopft. Dazu lose Erde grob ausschütteln, abgestorbene Wurzeln wegschneiden. Auch hier gilt dann die 4 – 6 Wochen-Frist.
c) die Pflanzen sind nicht durchwurzelt und werden nicht umgetopft. Hier muss ich mit beginnendem Wachstum mit einem N-reichen Dünger nachhelfen.

HANDELSDÜNGER:

Gute Handelsdünger tragen Buchstaben und Zahlen zur Inhaltsangabe. N steht für Stickstoff, P für Phosphor, K für Kali. Ein Wachstumsdünger muss einen höheren N-Wert haben, ein Blühdünger höhere P- sowie K-Werte. Meist sind auch noch Spurenelemente und Zusatzstoffe angegeben.

NPK

Hakaphos grün
Hakaphos blau
Hakaphos rot
Triapon 16
Hornspäne 14
Phostrogen Universal 14
Blaukorn 12
Peter Excel 18
Wuxal 8
Mannakorn 3
ACHTEN SIE auf die Packungsangaben bezüglich der Konzentration; niemals mehr nehmen, lieber 2 Mal pro Woche düngen mit der halben Konzentration!! WIR düngen normalerweise EIN MAL in der Woche –

Nach oder schon während des ersten Blütenflors geben wir einmal eine hohe N-Gabe – z.B. Hakaphos Grün oder Harnstoff, jedoch NUR 1 dag auf 10 Liter Wasser! Besonders die großblumigen und die reich- blühenden Sorten verausgaben sich leicht. In Zeiten mit großen Regenmengen ist es besonders schwierig für die Pflanzen immer die richtigen Düngermengen zur Verfügung zu stellen, da der andauernde Regen scheinbar sehr viel Nährstoff ausgeschwemmt hat. Es gab zahlreiche gelbe Blätter – das muss nicht auch zwangsläufig auf Schädlinge hinweisen, es können auch Mangelerscheinungen sein. Das zu verhindern sind Streudünger vorhanden: Triapon oder Mannakorn.

2) Blühbeginn – jetzt wird mit P- und K-betonten Düngern behandelt (also z.B. Hakaphos Rot); nicht vergessen: EIN MAL wöchentlich (am besten immer am gleichen Tag)! Lassen Wachstum und Blüte nach, dann wird zwischendurch EIN Mal Wachstumsdünger gegeben. Ab etwa Ende August wird nicht mehr gedüngt, zur Ausreifung der Pflanzen eventuell einmal mit Patent-Kali düngen.

3) In der Wachstumsruhe wird gar nicht gedüngt!

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